Bundespräsident Wulff

In meinen Augen hat unser Bundespräsident nichts Schlimmes getan.
Was wird ihm vorgeworfen:
1. Er hat ein Privatdarlehen von einem befreundeten Ehepaar ( egal ob von der Ehefrau oder vom Mann) genommen. Selbst wenn der Zins etwas niedriger als der bei der Bank war, der Kreditgeber hat für seine flüssigen Mittel eine ebenfalls etwas höhere Verzinsung als auf der Bank erhalten. Ein völlig korrektes Geschäft unter Freunden, zum Nutzen beider. Weitergehende Vorteile wurden keine gewährt.
2. Er hat seinen Urlaub im Haus oder in der Wohnung seiner Freunde verbracht. Na und – was ist hierbei nicht korrekt?
Keinem seiner Freunde erwuchs hieraus ein Vorteil.

Ich finde es unverstänlich, dass sich sowohl die Presse als auch die Opposition hier festbeissen und Christian Wulff abzuschiessen versuchen. Besser wäre es, man würde sich um wirkliche Probleme kümmern – die es wahrlich gibt – als sich auf solch lächerlichen Nebenkriegsschauplätzen zu tummeln.

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1 Antwort zu Bundespräsident Wulff

  1. Bernd sagt:

    Lieber Max,

    Du wolltest Kommentare, auch wenn sie Deiner Meinung widersprechen, bitte sehr:
    Politiker sind gewählte Repräsentanten, denen man vertrauen möchte. Ich möchte zumindest dem höchsten Repräsentanten unseres Staates, dem Bundespräsidenten, vertrauen können. Wenn ich nun peu a peu erfahre, was er alles getan und nicht getan, gesagt und nicht gesagt hat, finde ich das ziemlich enttäuschend. Ja, es ist nichts total Gravierendes, er hat niemanden betrogen. Aber wenn das so ist: Warum legt er dann nicht von sich aus die ganze Wahrheit auf den Tisch und erklärt, wie das mit dem Kredit damals war, warum er ihn nicht bei einer Bank genommen hat.
    Und eines ist auch klar: Bei jedem Politiker schaut man genau hin, wenn er bei reichen oder einflussreichen Leuten logiert. Es drängt sich nun mal der Verdacht auf, dass sich diese Leute eventuell einen Vorteil vom Politiker Wulff erhoffen. Da entsteht eine Befangenheit. Ich sage nicht, dass Wulff deswegen gleich zurücktreten muss, nur sollte er sich und uns dieses Gezerre ersparen und einmal reinen Tisch machen.

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